Ein Polizeibeamter steht neben der Ruine eines Einkaufszentrums, dass durch einen russischen Raketenangriff zerstört wurde.
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Interview - Staatssekretär Flasbarth: "Reparieren ukrainische Infrastruktur"

Vor einem Jahr haben russische Truppen die Ukraine überfallen - vieles in dem Land ist zerstört. Über den Wiederaufbau mit internationaler Hilfe kann erst in einem zweiten Schritt nachgedacht werden. "Im Augenblick ist das eher ein Reparieren", sagt Staatssekretär Jochen Flasbarth (SPD).

Es gehe in der Ukraine gerade darum, die Energie- und Wasserinfrastruktur, Straßen- und Schienennetze "wieder in Ordnung zu bringen", sagt der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Jochen Flasbarth (SPD). Verschiedene Bundesministerien würden das Land dabei unterstützen.

Die Reparaturen müssten den Wiederaufbau auch schon mit in den Blick nehmen, betont er. "Viel geht jetzt auch von dem Reparieren in Planen über - und da koordinieren wir uns international mit den G7 und mit den internationalen Banken", sagt Flasbarth.

Auch privatwirtschaftliche Investitionen nötig


Wichtig seien aber nicht nur die staatliche Unterstützung, sondern auch privatwirtschaftliche Investitionen. Welche Summe für den Wiederaufbau des Landes genau benötigt wird, lasse sich nicht sagen, betont der SPD-Staatssekretär. Klar sei aber, dass es mit Staatsgeldern allein nicht gehe.

"Das gelingt nur, wenn neben staatlicher Unterstützung dann auch die Privatwirtschaft wieder investiert", so Flasbarth. "Und das tut sie nur, wenn man in einem korruptionsfreien Raum ist, wenn es Rechtssicherheit gibt, wenn es gute Staatlichkeit gibt."

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