Symbolbild: Ein älterer Mann zählt Geld an einem Tisch.
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Interview - Birkwald (Linke): "Mit der Rente zockt man nicht"

Immer mehr Menschen der geburtenstarken Jahrgänge erreichen das Rentenalter. Die Bundesregierung plant bereits eine Rentenreform. Der rentenpolitische Sprecher der Linken, Matthias W. Birkwald kritisiert das vorgeschlagene Modell der Aktienrente.

Die Rente sei gut durch die Krise gekommen, sagt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Partei Die Linke im Bundestag. "Die Rentenkasse ist sehr gut gefüllt und der Beitragssatz liegt im europäischen Vergleich eher niedrig."

Er kritisiert die vom FDP-geführten Finanzministerium verfolgte Aktienrente. Dafür müssten laut Birkwald 15 Jahre Schulden aufgenommen und mit offenem Ausgang auf dem Kapitalmarkt geparkt werden. "Und da sage ich: Mit der Rente zockt man nicht."

Der Linken-Politiker sieht höhere Löhne, mehr Beschäftigte und einen erhöhten Beitragssatz als Stellschrauben, um die Renteneinnahmen zu stabilisieren. Außerdem spricht sich Birkwald dafür aus, das Rentenniveau auf 53 Prozent anzuheben. Das sei durch moderate Beitragssatzerhöhungen sofort und dauerhaft finanzierbar.

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