Archiv: Aktivisten der Protestaktion des "Wir haben es satt!"-Bündnisses
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Interview - Bäuerin: "Super krass, wie teuer Lebensmittel sind"

Unter dem Motto "Wir haben es satt!" will ein Bündnis am Samstag mit Traktoren in Berlin demonstrieren und eine Protestnote an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) übergeben. Bäuerin Lilli Haulle aus Sachsen ist mit dabei und fordert eine zukunftsgerechte Landwirtschaft.

Die Politik müsse etwas ändern, damit Landwirte und Landwirtinnen in Zukunft noch gut wirtschaften können und mehr Menschen in die Landwirtschaft kommen, sagt Haulle. Außerdem kritisiert sie: "Es ist super krass, wie teuer Lebensmittel sind."

"Politik muss etwas ändern"

 

Das Problem sind ihrer Meinung nach die Erzeugerpreise. "Wir müssen einfach wieder gute Preise kriegen, damit wir uns selber auch gut bezahlen können." Gleichzeitig müsse sich jeder gutes Essen leisten können. "Das ist einfach eine schwierige Situation, in der die Politik etwas ändern muss", sagt Haulle.

Die bereits existierenden EU-Förderungen für Landwirte und Landwirtinnen bezeichnet Haulle als "sehr bürokratisch". Gerade Bio-Betriebe stünden dabei als Verlierer da. So werde bei der Verteilung der Fördermittel auf die Größe der Flächen geachtet. Wer die meisten Flächen habe, bekomme auch das meiste Geld, kritisiert die Bäuerin.

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