Sachsen, Geising: Leere Bügel hängen an einem Skilift ohne Schnee
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Interview - Bürgermeister: Oberwiesenthal noch Jahrzehnte ein Skigebiet

Auch wenn es aktuell mal wieder etwas geschneit hat - der Trend ist auch in Skigebieten wie Oberwiesenthal in Sachsen eindeutig - weg vom Skitourismus. Bürgermeister Jens Benedict ist jedoch zumindest für die nächsten Jahrzehnte noch optimistisch.

Am "Welttag des Schneemannes" hat es tatsächlich doch mal wieder in Deutschland geschneit: Vom Erzgebirge bis in die Niederlausitz werden bis zu 10cm Neuschnee erwartet, Oberwiesenthal und der Fichtelberg haben gar einen massiven Schneesturm erlebt.

Aber der Trend ist dennoch eindeutig: Es wird immer schwieriger, im Winter einen Schneemann zu bauen oder die Skipisten zu präparieren. Die Skisaison verkürzt sich. Jens Benedict, Bürgermeister von Oberwiesenthal, sagt: Laut Klimastudie sei es für sie auch in den nächsten Jahrzehnten noch sinnvoll, ein Skigebiet zu betreiben.

Wind und Regen als Hauptproblem

Das Hauptproblem in diesem Jahr sei nicht die Milde zwischen den Jahren, sondern die Nässe gewesen: "Wind und Regen ist die schlechteste Kombination für eine Skipiste", so Benedict. "Damit kann man nicht wirklich ein Skigebiet betreiben."

Aber er sei noch immer guter Dinge: "Wir merken natürlich, dass der Winter sich zumindest ein ganzes Stück verschiebt, […] dass er im Laufe des Januar meistens richtig anzieht und wir bis in den März noch gute Skibedingungen haben."