Hochhäuser im Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau
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Interview - Sozialarbeiter: Menschen in Großsiedlungen "brauchen politische Unterstützung"

Ein Viertel der Menschen in Berlin wohnt in sogenannten Großsiedlungen. Hier gebe es viel Angst und Perspektivlosigkeit, sagt Sozialarbeiter Hasan Kuzu etwa über die Spandauer Siedlung Falkenhagener Feld und bittet die Politik um Hilfe. Die Folgen des Ukraine-Kriegs machten vieles schlimmer.

Der Sozialarbeiter Hasan Kuzu vom Quartiersrat Falkenhagener Feld berichtet von sehr schwierigen Lebensbedingungen der Menschen in der Spandauer Großsiedlung. Bei seinen Rundgängen versuche er, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Gespräch zu bleiben. "Die Menschen sind belastet in allen Ebenen." Es starte bei kaputten Fahrstühlen und Dreck und ende mit der Inflation und den hohen Energiepreisen.

"Graue Stimmung" in der Großsiedlung

 

Die Stimmung sei "grauer als andernorts", so Kuzu. Nach einem Brief mit der Bitte um Hilfe gebe es Gesprächsangebote von Politikerinnen und Politikern, etwa von Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke). Stattgefunden habe das noch nicht. Klar sei: "Wir brauchen politische Unterstützung vor Ort."

Existenzängste sind ständiger Begleiter

 

Die Unterstützung der Menschen untereinander steige derzeit leicht, etwa, dass man sich mit Lebensmitteln aushelfe, berichtet Kuzu. Aber Existenzängste seien ein ständiger Begleiter - diese seien durch die Folgend des Ukraine-Kriegs noch gestiegen.

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