Christine Lambrecht gibt Interviews vor einem Bundeswehr-Panzer, im Hintergrund steht Marie-Agnes Strack-Zimmermann.
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Interview - Strack-Zimmermann: Neuer Minister sollte "Brille" der Soldaten aufhaben

Am Tag nach dem Rücktritt von Christine Lambrecht (SPD) als Verteidigungsministerin hofft die Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) auf eine Nachfolge, die durchsetzungsstark ist und "einzig und allein die Brille der Soldaten" aufhat.

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hofft nach dem Rücktritt von Christine Lambrecht (SPD) auf eine engagierte Nachfolge. Die neue Ministerin oder der neue Minister müsse guten Zugang zu den Soldaten und Soldatinnen haben. Die Person solle "einzig und allein die Brille der Soldaten aufhaben" - und das auch durchsetzen. Man dürfe das Amt nicht für Karrierezwecke nutzen wollen, meint die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.

Strack-Zimmermann: Zeitenwende bei der Bundeswehr

 

Sie gehe davon aus, dass die Überlegungen, wer das Amt ausfüllen könnte, nicht einfach gewesen seien, so Strack-Zimmermann. Es "sollte nicht wieder sein, dass nach einem Jahr ein Wechsel an der Spitze" stattfinde. Zeitenwende bedeute nicht nur mehr Geld für die Bundeswehr.

"Europäisches Projekt": Kampfpanzer für die Ukraine gefordert

 

Vor dem Hintergrund der Lambrecht-Nachfolge hat Strack-Zimmermann auch Bewegung in Sachen Kampfpanzer gefordert. Sie und ihre Parteikollegen hätten sich schon Anfang Januar dafür ausgesprochen, der Ukraine auch "Leopard 2"-Panzer zu liefern. Als europäisches Projekt sollten sofort 100 "Leopard 2"-Panzer in die Ukraine verlegt werden, so Strack-Zimmermann. Die Ukraine fordert seit langem, dass deutsche Kampfpanzer dieses Typs geliefert werden - sie sind den russischen Panzern technisch überlegen.

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