Archivbild: Ein Kampfpanzer Leopard 2 nimmt an der Ausbildungs- und Lehrübung des Heeres teil. (Bild: dpa)
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Interview - Oberst: Panzerlieferungen nötig, damit Ukraine in Offensive gehen kann

Durch zugesagte Panzerlieferungen aus Polen oder Frankreich an die Ukraine steigt der Druck auf die Bundesregierung, auch schwere Waffen zu liefern. Der österreichische Oberst Markus Reisner erklärt, warum der Leopard 2 Panzer wichtig für den weiteren Kriegsverlauf sein könnte.

Es sei wichtig, dass die Ukraine weiter auf der operativen Ebene das Momentum aufrechterhält, sagt Oberst Markus Reisner von der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. "Das kann sie nur, wenn sie wieder in den Angriff übergeht und dafür braucht sie schweres Gerät."

Daher brauche das Land neben Schützenpanzern auch Kampfpanzer, so Reisner. Der Leopard 2 sei ein Kampfpanzer mit einer hohen Beweglichkeit gepaart mit einer starken Panzerung und einer hohen Feuerkraft. "Der Leopard im Angriff macht es möglich in Kombination mit den Schützenpanzern, Gelände in Besitz zu nehmen."

Oberst Reisner: "Aus militärischer Sicht muss man versuchen, mit der Masse eine Entscheidung herbeizuführen."

 

Bisher seien zu wenige Panzer zugesagt. Zudem sei es wichtig, dass die Waffensysteme schnell beherrschbar sind, "damit die Ukraine weiter angreifen kann", so der Oberst. Die am Anfang des Krieges vorhandenen Waffen seien verbraucht. "Darum brauchen sie die Lieferungen, um wieder in die Offensive gehen zu können."