: Ein Schützenpanzer der Bundeswehr vom Typ Marder
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Interview - SPD-Außenpolitiker Schmid: Mehr westliche Waffen für Ukraine nötig

Nach längerem Zögern will nun auch Deutschland der Ukraine erstmals Schützenpanzer vom Typ Marder liefern. Die Entscheidung komme gut an, sagt Nils Schmid, außenpolitischer Sprecher der SPD. Es sei auch darum gegangen, sich eng mit den Bündnis-Partnern abzustimmen.

Deutschland wird die Ukraine mit etwa 40 Schützenpanzern vom Typ Marder ausrüsten. Das hat der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Nils Schmid angekündigt. Nach seinen Angaben soll die Lieferung bis Ende März abgeschlossen sein.

Schmid: Weit entfernt von ermüdet, Ukraine zu unterstützen

 

Schmid verteidigte, dass die Entscheidung erst jetzt gefallen ist. Es sei darum gegangen, sich eng mit den Bündnispartnern abzustimmen. Nun kommen die angekündigen Lieferungen ihm zufolge gut an in der Bundesregierung.

"Wir sind weit entfernt davon ermüdet zu sein bei der Unterstützung der Ukraine", so Schmid. Sowjetische Panzer stießen langsam an ihre Grenzen, nun sei mehr westliche Militärtechnik notwendig. Es gebe "keine Tabus" bei Waffenlieferungen, aber sie müssten auch die Reaktionen auf Eskalationen in dem Krieg sein. Die Nato dürfe in den Krieg nicht reingezogen werden.

Deutschland will Schützenpanzer vom Typ "Marder" liefern

 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei Bundeskanzler Olaf Scholz für die geplanten weiteren Waffenlieferungen bedankt. Man werde mächtige Panzertechnik bekommen. Deutschland hatte angekündigt, der Ukraine jetzt doch Schützenpanzer vom Typ "Marder" zu liefern, dazu ein "Patriot"-Raketenabwehrsystem. Das geschehe in enger Absprache mit den USA. Sie wollen ebenfalls Schützenpanzer zur Verfügung stellen.