Zahlreiche Rohre verlaufen an einer technischen Anlage zur Verdichtung von Erdgas auf dem Gelände des Erdgasspeichers Rehden der astora GmbH.
dpa
Bild: dpa Download (mp3, 6 MB)

Interview - Bundesnetzagentur: Privatpersonen sparen bis zu 40 Prozent Gas

Vor wenigen Monaten steuerte Deutschland auf einen möglichen Gasmangel hin - dieser droht nun nicht mehr, sagt Fiete Wulff von der Bundesnetzagentur. Die Speicher seien zu über 90 Prozent gefüllt. Der aktuelle milde Winter helfe, aber auch das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer.

Die Gasspeicher in Deutschland sind mittlerweile wieder zu über 90 Prozent gefüllt. Seit dem Ende der Kältewelle Mitte Dezember könne man wieder auffüllen statt abzugeben, sagt der Sprecher der Bundesnetzagentur Fiete Wulff. Für Anfang Januar sei das ein guter Wert.

Bundesnetzagentur: Sparanstrengungen der Deutschen beim Gas helfen

 

Mehrere Faktoren haben Wulff zufolge zu dem hohen Speicherstand geführt: Unter anderem haben die Sparanstrengungen der Deutschen geholfen: Neben der Industrie sparten Privatpersonen in einigen Wochen bis zu 40 Prozent Gas. Dabei helfe natürlich der aktuell milde Winter.

Nächster Winter komplett ohne Gas aus Russland?

 

Für Entwarnung sei es aber zu früh. Denn in Kältephasen in diesem Winter könne schnell wieder viel Gas abfließen. Außerdem seien hohe Speicherstände wichtig im Hinblick auf den nächsten Winter. Je voller die Speicher im Frühjahr sind, desto leichter werde es im Sommer fallen, sie wieder aufzufüllen. "Das muss dann ohne russische Gasmengen gelingen."