Illegale Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien
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Interview - Greenpeace: Lula gibt Hoffnung für Amazonas-Regenwald

Die Amtseinführung von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva weckt die Hoffnung, mit dem Schutz des Regenwaldes den Kampf gegen die Klimakrise verstärken zu können. Gesche Jürgens von Greenpeace ist optimistisch, dass Lula Umwelt-Verbrechen entgegen tritt.

Nach Meinung von Gesche Jürgens, Wald- und Amazonasexpertin bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace, könnte mit dem Machtwechsel in Brasilien ein großer Teil Waldschutz einhergehen. Dass der neue Präsident Luiz Inácio Lula da Silva per Dekret den Amazonas-Schutz-Fonds wieder aktiviert habe, gebe Hoffnung.

Intakter Amazonas für Lula mehr wert als abgeholzt

 

Natürlich werde Brasilien nicht über Nacht zum Paradies in Sachen Naturschutz, aber Lula habe klar gemacht, dass er Umwelt-Verbrechen entgegentreten und Waldzerstörung einen Riegel vorschieben wolle, so Jürgens. "Lula hat mittlerweile auch realisiert, dass der Amazonas, wenn er wächst und gedeiht, mehr wert ist als abgeholzt."

Mächtige Agrarlobby in Brasilien

 

Lulas Zusagen müssten nun auch kontrolliert werden, fordert die Greenpeace-Aktivistin. Insbesondere kritisch sieht Jürgens die mächtige Agrarlobby in Brasilien, welche die Pläne voraussichtlich bekämpfen werde. Hier müsse man genau schauen, ob der Schutz auch eingehalten werde und sich Lula durchsetzen könne.