Symbolbild: Verspätung bei der Bahn
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Interview - Allianz Pro Schiene: Bahn braucht "ernsthafte Investitionsoffensive"

Die Deutsche Bahn war in diesem Jahr so unpünktlich wie nie zuvor - teils war jeder zweite Zug verspätet. Für Bernhard Knierim von der Allianz Pro Schiene liegt die Lösung dieses Problems auf der Hand: Man müsse investieren und sich klar zur Verkehrswende bekennen.

Angesichts der extremen Verspätungen bei der Deutschen Bahn fordert die Allianz pro Schiene mehr Geld für das Schienennetz. Man brauche eine "ernsthafte Investitionsoffensive", um den Problemen bei der Bahn entgegenzuwirken, sagt Referent für die Verkehrspolitik Bernhard Knierim. Ähnlich wie beim milliardenschweren Sondervermögen für die Bundeswehr.

Allianz pro Schiene: "Ein Riesen-Problem mit dem Schienennetz"

 

Es gehe darum, nun anzuerkennen: "Wir haben ein Riesen-Problem mit dem Schienennetz. Wir brauchen die Verkehrswende", sagt Knierim. Man müsse den großen Investitionsrückstau von vielen Milliarden Euro auflösen. Dann sei es nicht morgen besser, aber dann gehe es zumindest in die richtige Richtung.

Zwischen Mai und September nur jeder zweite Zug zur angekündigten Zeit

 

Die Deutsche Bahn war in diesem Jahr so unpünktlich wie nie zuvor. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Unionsfraktion hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Demnach kam auf einigen Strecken zwischen Mai und September nur jeder zweite Zug zur angekündigten Zeit. Die Pünktlichkeitsquote sank im Sommer auf unter 60 Prozent.