Symbolbild: Eine Frau zählt Geld.
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Interview - Verdi-Chef: Energiepreisbremse fehlt "soziale Balance"

Menschen mit kleinen Einkommen werden nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi durch die hohen Energiepreise weiter stark belastet - trotz der Hilfen wie die Energiepreisbremse der Bundesregierung. Er hätte sich eine "Kappungsgrenze nach oben" gewünscht, sagt der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke.

Verdi-Chef Frank Werneke kritisiert das Entlastungspaket der Bundesregierung angesichts der hohen Energiepreise als sozial unausgewogen. Auch wenn es in der Natur der Sache liege, dass Preisbremsen nur begrenzt sozial ausbalanciert werden könnten: Es gehe erst mal darum, den Preis für den Verbrauch zu deckeln, so der Gewerkschafter.

Verdi bemängelt fehlende "soziale Balance" bei Energeipreisentlastungen

 

Letztlich hätte er sich aber bei den Preisbremsen für Gas, Strom und Öl eine "Kappungsgrenze nach oben" gewünscht, sagt Werneke. Wer sehr viel Energie verbraucht habe im Jahr 2021, könne dies weiter tun, jemand in einer schlecht isolierten kleinen Mietwohnung etwa habe kaum Gelegenheit zu sparen. Es fehle aus seiner Sicht "die soziale Balance".

Preisbremsen im Bundestag

 

An diesem Donnerstag sind die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme Thema im Bundestag. Haushalte und kleinere Betriebe sollen 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs subventioniert bekommen.