Odessa: Menschen unterhalten sich nach Einbruch der Dunkelheit in einem Park.
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Interview - Ukraine-Helferin: "Hilfswelle geht durchs ganze Land"

Am Dienstag entscheiden Vertreterinnen und Vertreter von 47 Ländern in Paris über weitere Hilfen für die Ukraine in diesem Winter. Die Ukraine-Hilfe Lobetal gab es schon vor dem russischen Angriff. Die Helferin Elisabeth Kunze sagt, aktuell schickten sie vor allem Sachen in die Ukraine, die wärmen. Doch auch innerhalb der Ukraine sei die Hilfsbereitschaft groß.

Seit Kriegsbeginn habe sich ihre Arbeit bei Ukraine-Hilfe Lobetal "in jedem Fall vervielfacht" und das Aufgabenprofil habe sich verändert. "Wir haben unseren Schwerpunkt jetzt verlegt auf Lebensmittel und Hygieneprodukte, auf alles, was wärmt." Zum Beispiel nennt Kunze Generatoren, Kerzen, warme Unterwäsche und Kleidung. Außerdem würden nun einige Ukrainerinnen und Ukrainer mithelfen.

Jede Woche fährt ein LKW in die Ukraine

 

Das Projekt lebe vor allem von Spenden aus der Bevölkerung – und davon gebe es auch neun Monate nach Kriegsbeginn noch sehr viele. "Wir schicken noch jede Woche im Durchschnitt einen großen LKW und oft auch noch ein, zwei kleine Autos in die Ukraine", sagt Kunze.

Kunze sagt, es gebe auch eine starke zivile Hilfsbewegung innerhalb der Ukraine. "Es gibt ganz viele Menschen aus dem ganzen Land, die sich aufmachen in die Regionen, […] wo die Not am allergrößten ist, und versuchen zu helfen."

"Es wird ja alles gebraucht"

 

"Die Hilfswelle geht auch durchs ganze Land", sagt Kunze. Einige evakuierten Menschen aus den betroffenen Gebieten, andere würden die Verbliebenen versorgen und wieder andere kümmerten sich darum, dass Binnenflüchtlinge aufgenommen werden. "Die brauchen Lebensmittel, sie brauchen aber auch ein Bett oder eine Bratpfanne und einen Kochtopf, damit sie sich was zu Essen kochen können. Es wird ja alles gebraucht."

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