Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD)
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Interview - Giffey hofft weiter auf Nahverkehr für rund 1 Euro am Tag

Nach einem monatelangen Finanzierungsstreit haben Bund und Länder den Weg frei gemacht für ein deutschlandweites 49-Euro-Ticket. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) freut sich - wünscht sich aber weiterhin einen günstigeren Tarif für Berlin.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht einen Erfolg darin, dass sich Bund und Länder auf ein bundesweit gültiges Nahverkehrsticket geeinigt haben. Nun gehe es an die konkrete Umsetzung. Die Länder peilen den 1. April für einen Start des 49-Euro-Tickets an.

Tarifgefüge in Berlin und Brandenburg anschauen

 

Mit dem 49-Euro-Ticket müsse man sich dann das ganze Tarifgefüge in der Metropolregion Berlin-Brandenburg anschauen, so Giffey. Sie wünsche sich eine Möglichkeit "für den Innenstadtbereich AB" für nicht mehr als 1 Euro am Tag: Auch über das Frühjahr hinaus sehe sie noch eine Zukunft für das bisherige 29-Euro-Ticket in Berlin.

Giffey zum 29-Euro-Ticket: "Wir brauchen eine Perspektive"

 

Das Instrument sei gut, nun müsse man klären, was im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg möglich sei. Brandenburg macht beim 29-Euro-Ticket nicht mit. "Wir brauchen eine Perspektive", betont Giffey nun. Es werde in der Stadt gut angenommen, in der Fläche brauche es aber möglicherweise andere Lösungen.

Am Donnerstag hatten sich Bund und Länder auf das Deutschland-Ticket geeinigt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte nach den Beratungen in Berlin, das Angebot solle sehr zügig kommen.