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Interview - SPD-Energie-Expertin Scheer: "Wollen schnelle, gerechte Hilfe"

An diesem Donnerstag berät der Bundestag die Gas- und Strompreisbremse - ab Januar sollen die Preise für den größten Teil des bisherigen Strom- und Gasverbrauchs gedeckelt werden. Es gehe aber auch darum, die Menschen zum Energiesparen zu motivieren, sagt Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD.

Der Bundestag will laut SPD-Energie-Expertin Nina Scheer in der letzten Sitzungswoche vor der Weihnachtspause über die Gas- und Strompreisbremse abstimmen. "Die Schwierigkeit, vor der wir alle jetzt stehen: Wir wollen ja nun schnell eine Hilfe bei den Menschen ankommen sehen - und zugleich soll die möglichst gerecht sein", sagt Scheer.

Außerdem wolle man einen "Einsparanreiz" setzen - bei Haushaltskunden 80 Prozent, bei Industriekunden 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs, erklärt sie. "Wenn ich verbraucherseitig den Anreiz habe, alles einzusparen, was über dieser Grenze sitzt, dann bin ich insoweit geschützt vor noch höheren Preisen der Versorger."

Und auch ein Versorger werde die Grenze im Blick behalten, so Scheer. "Er ist in dem Moment, wo eingespart wird, verpflichtet, auf dieser Basis die eingesparten Kilowattstunden als Entlastung bei den Menschen zu belassen."