Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche
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Interview - Schaustellerverband rechnet nicht mit leeren Weihnachtsmärkten

Die Weihnachtsmärkte öffnen in diesem Jahr wieder ohne Corona-Beschränkungen. Jetzt sorgt aber die Energiekrise für höhere Preise. Michael Roden, Vorsitzender des Schaustellerverbands Berlin, rechnet dennoch nicht mit leeren Märkten. Die Menschen seien zwar etwas verhaltener, würden aber kommen und Geld ausgeben.

Trotz Energiekrise und hoher Preise erwarten die Schausteller, dass viele Besucherinnen und Besucher auf die nun eröffneten Weihnachtsmärkte kommen. Die Erfahrungen mit Volksfesten in den vergangenen Monaten würden zeigen, dass sie sehr gut besucht seien, sagt Michael Roden, Vorsitzender des Schaustellerverbands Berlin. Er rechne deshalb nicht mit leeren Weihnachtsmärkten.

Schaustellerverband Berlin: Menschen gönnen sich Ausgleich

 

Man merke zwar, dass die Leute etwas verhaltener seien. "Aber die Menschheit kommt und die Besucher sind da, die geben auch Geld aus", sagt Roden. "Man merkt doch, dass der Wille da ist und dass man einen gewissen Ausgleich braucht - und den Ausgleich gönnen die Menschen sich."

Glühwein auf Berliner Weihnachtsmärkten im Schnitt zehn Prozent teurer

 

Die steigenden Preise machen allerdings auch vor den Weihnachtsmärkten nicht Halt. Im Schnitt koste der Glühwein mit vier bis sechs Euro pro Tasse jetzt etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr, sagt der Chef des Schaustellerverbands. Das sei nötig, da Transport- und Energiekosten stark gestiegen seien. "Günstig ist im Moment gar nichts mehr im Leben", betont Roden. "Wir geben uns aber Mühe, dass es noch einigermaßen erträglich ist und dass wir versuchen, die Preise so zu gestalten, dass jeder sich es auch noch dementsprechend leisten kann."

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