Metaller-Einigung: Jörg Hofmann (l-r), erster Vorsitzender der IG Metall, Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Harald Marquardt, stellvertretender Vorsitzender Südwestmetall, und Stefan Wolf, Präsident Gesamtmetall
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Interview - ifo-Institut rechnet für ganz Deutschland mit Metaller-Kompromiss

In Baden-Württemberg einigten sich die Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie auf Einmalzahlungen und Lohnerhöhungen, was von den anderen Regionen übernommen werden soll. Dass es dazu kommt, glaubt auch der Präsident des ifo-Instituts Clemens Fuest.

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass der Metall-Tarifabschluss von Baden-Württemberg deutschlandweit übernommen wird. So sei er angelegt. Die Vereinbarung bleibe deutlich unter der Inflationsrate, sagt Präsident Clemens Fuest. Deshalb sei sie für die meisten Unternehmen erträglich.

Auch Unternehmen leiden unter Energiepreisen

 

Für die Unternehmen sei es auch eine angespannte Situation - sie litten auch "unter den Energiepreisen, die die Inflation treiben", so Fuest. Das verstünden auch die Gewerkschaften und wollten die Unternehmen nicht gefährden.

Lohnsteigerungen von 5,2 Prozent zum Juni 2023

 

Für die 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche sind Lohnsteigerungen von 5,2 Prozent zum Juni 2023 und weiteren 3,3 Prozent ab Mai 2024 bei einer Laufzeit von 24 Monaten vorgesehen. Dazu kommen Einmalzahlungen in Höhe von 3000 Euro, die vorab vom Bund für alle Beschäftigten steuer- und abgabenfrei gestellt worden waren.