Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, spricht bei einer Pressekonferenz beim UN-Klimagipfel COP27 im deutschen Pavillon.
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Interview - Lemke: Annäherung bei COP27 "ist ein Erfolg"

Bei der Weltklimakonferenz nähern sich die 200 teilnehmenden Staaten offenbar an - im Streit über Ausgleichszahlungen an ärmere Länder. "Es ist gut, dass anerkannt wird, dass wir diesen Ländern helfen müssen", sagt Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Grüne).

Lemke nennt es einen Erfolg, dass bei der Weltklimakonferenz über Ausgleichszahlungen an ärmere Länder bei klimabedingten Schäden verhandelt wird. "Deutschland hat sich sehr stark dafür engagiert, dass dieses Thema auf die Tagesordnung kommt", sagt die Grünen-Politikerin. Es sei wichtig, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Man brauche "aber auch Solidarität mit den Ländern, die jetzt schon von der Klimakrise betroffen sind".

Lemke bezeichnete es als schwierige Frage, was dafür ein guter Finanzierungsmechanismus sei: "Wer hat Zugang mit welchen Anteilen zu diesem Fonds, und wie wird der Fonds gespeist - das sind die schwierigen Verhandlungsgegenstände", so die Umweltministerin. "Darum wird gerungen."

Es sei positiv, dass es Fortschritte gegeben habe, so Lemke. Sie erwartet, dass noch bis in die Nacht hinein oder bis morgen über dieses Thema weiter verhandelt wird, "weil ja auch noch weitere strittige Punkte auf der Tagesordnung stehen".

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