Der Twitter-Account von Elon Musk
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Interview - Medienforscher: Musk versucht Twitter zu monetarisieren

Elon Musk hat für die Übernahme von Twitter rund 44 Milliarden Dollar gezahlt. Nun sucht der Tech-Milliardär fieberhaft nach neuen Einnahmequellen. Für Matthias Kettemann vom Leibniz-Institut für Medienforschung hat Musk eine meinungsmächtige Plattform in der Hand, die er zu Geld machen will.

Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen für Twitter überlegt Elon Musk laut einem Medienbericht auch, die Nutzung des Online-Dienstes generell kostenpflichtig zu machen. Das ist nach Meinung von Matthias Kettemann vom Leibniz-Institut für Medienforschung Hamburg nicht ausgeschlossen: Der Milliardär suche derzeit nach Möglichkeiten, mit Twitter Geld zu verdienen.

Meinungsmächtige Plattform für Politik

 

Das Problem liege darin, dass Musk nun Menschen direkt beeinflussen könne, so Kettemann. Twitter sei "sehr meinungsmächtig"; viele Menschen aus Politik und Forschung seien hier aktiv. Musk habe sich eine für Millionen Menschen verfügbare Plattform gekauft - und twittere selbst sehr viel.

Menschenrechtsabteilung von Twitter entlassen

 

Seit der Übernahme für 44 Millionen Dollar spreche Musk mit verschiedenen Zungen, meint Kettemann. Es solle kein Forum für Hassrede werden, andererseits habe er eben auch die Menschenrechtsabteilung der Plattform entlassen.