Teilnehmer stehen vor dem Logo des UN-Klimagipfels COP27 im International Convention Center.
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Interview - Greenpeace: Reiche Staaten müssen sich ihrer Verantwortung stellen

In Ägypten hat die Klimakonferenz begonnen. Die Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner sagt, es sei wichtig, dass sich die reichen Staaten ihrer Verantwortung stellen. Deshalb sei das Format sinnvoll - weil dort auch kleine und arme Staaten Gehör finden.

Bei der Weltklimakonferenz in Ägypten beginnen heute die politischen Beratungen. Die Staats- und Regierungschefs vieler Länder wollen über Themen wie Wassersicherheit oder grünen Wasserstoff sprechen. Auch Bundeskanzler Scholz wird in Scharm el Scheich dabei sein.

Die Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner bezeichnet das Format als sinnvoll. Es sei wichtig, dass sich die reichen Staaten ihrer Verantwortung stellen: "Bei dieser Klimakonferenz ist ja das Top-Thema die Frage: Wie kann den Menschen geholfen werden, die unmittelbar unter den Folgen der Klimakrise leiden?"

Dabei handele es sich um "die Ärmsten im globalen Süden", so Göldner. "Die fordern finanzielle Unterstützung bei der Bewältigung der klimabedingten Schäden und Verluste. Und diese Frage: Wer zahlt für den Schaden? Wie kann man den globalen Norden, der ja hauptsächlich für die Klimakrise verantwortlich ist […] zur Kasse bitten? So eine Frage kann nur im Kontext der Vereinten Nationen geklärt werden, hier bei dieser Klimakonferenz."

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Eingang des Internationalen Kongresszentrums, wo die UN-Klimakonferenz COP27 durchgeführt wird.
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Interview - COP: Klima-Experte Edenhofer dämpft Erwartungen

Am Sonntag hat die 27. UN-Klimakonferenz in Ägypten begonnen. Sie soll den Kampf gegen die Klimakrise global weiterbringen. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chef-Ökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dämpft jedoch die Erwartungen.