Flaggen Deutschlands und Frankreichs wehen
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Interview - Lührmann über deutsch-französisches Verhältnis: Noch enger austauschen

Einige sehen das deutsch-französische Verhältnis gerade auf einem nie dagewesenen Tiefpunkt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reist nun alleine nach Paris. Die Beauftragte der Bundesregierung für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Anna Lührmann (Grüne), sagt, es gebe trotz einiger inhaltlicher Differenzen ein gutes Verhältnis.

Bei den Themen Rüstung und Energie gebe es zurzeit inhaltliche Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich, sagt Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist die Beauftragte der Bundesregierung für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Dennoch sei das Verhältnis sehr gut. Die Meinungsverschiedenheiten seien ganz normal, "wir sind ja zwei unterschiedliche Länder".

Meinungsverschiedenheiten beim Gaspreisdeckel

 

Unterschiedliche Auffassungen gebe es derzeit etwa beim Gaspreisdeckel und bei einzelnen Rüstungsprojekten. "Da müssen wir eben noch enger uns miteinander austauschen, um da jetzt zu gemeinsamen Positionen zu kommen", sagt Lührmann. Beim Gaspreisdeckel werde eine Lösung gesucht, die nicht dazu führe, dass Gas rationiert werden müsse. Der Ball liege hierbei aber vor allem bei der EU-Kommission.

Lührmann: Deutschland und Frankreich bei Energie solidarisch

 

Über das Thema würden sich Frankreichs Präsident Macron und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei ihrem Treffen in Paris am Mittwoch sicherlich austauschen. Bei Energiefragen seien beide Länder sehr solidarisch und würden ganz konkret zusammenarbeiten, sagt die Grünen-Politikerin: "Wir liefern ja gerade große Mengen Strom nach Frankreich. Im Gegenzug bekommen wir aus Frankreich Gas."