Geldstücke liegen in einem Portemonnaie.
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Interview - Vermögensbarometer 2022: "Diese Entwicklung ist ziemlich einzigartig"

Ein Großteil der Deutschen glaubt, dass sich ihre finanzielle Lage weiter verschlechtern wird. Das geht aus dem neuen Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands hervor. "Eine Stimmung, wie wir sie schon lange nicht mehr gesehen haben", sagt Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.

Inflation, Krieg und Pandemie spiegeln sich im Vermögensbarometer wieder, erläutert der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Helmut Schleweis. So schätzen 38 Prozent der Befragten ihre aktuelle finanzielle Situation als gut oder sehr gut ein. Im vergangenen Jahr seien das noch 43 Prozent gewesen.

Trübe Stimmung

 

"Man kann davon ausgehen, dass die Aussichten eher düster sind", meint Schleweis. 31 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sich in den kommenden zwei Jahren ihre finanzielle Situation verschlechtert. Das sei "eine Stimmung, wie wir sie schon lange nicht mehr gesehen haben", so Schleweis. Das Vermögensbarometer gebe es bereits seit 17 Jahren und die gegenwärtige Entwicklung sei "einzigartig".

Jüngere optimistischer als Ältere

 

Auch die Sparquote sei zurückgegangen. Sie lag in 2020 und 21 noch bei 16 bzw. 15 Prozent und sei dieses Jahr auf zehn Prozent gesunken. Je nach Alter der Befragten ergeben sich Unterschiede. Jüngere blicken optimistischer in die Zukunft als Ältere. Die meiste Zufriedenheit herrsche bei den 14- bis 29-Jährigen. Bei den Menschen über 60 Jahren blicken nur 37 Prozent optimistisch in die Zukunft.