Teilnehmer demonstrieren mit Fahnen und Plakaten für Freiheit und Demokratie im Iran vor dem Reichstagsgebäude.
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Interview - Iran-Demo in Berlin - Amiri: Signal der Stärke und Einheit

Seit dem Tod einer jungen Frau nach ihrer Festnahme durch die sogenannte Sittenpolizei protestieren Menschen im Iran gegen die Regierung. Auch in Berlin werden bei einer Demo am Samstag 50.000 Teilnehmende erwartet. Die Journalistin Natalie Amiri sagt, dass Iranerinnen und Iraner aus ganz Europa kommen werden, um Solidarität zu zeigen.

Mit einer großen Demo in Berlin wollen die Teilnehmenden am Samstag ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran ausdrücken. Sie habe Videos von Bussen voll mit Menschen gesehen, die aus ganz Europa auf dem Weg in die deutsche Hauptstadt seien und gemeinsam Protestsongs singen würden, sagt Natalie Amiri. Die deutsch-iranische Journalistin leitete mehrere Jahre lang das ARD-Studio in Teheran.

Die Exil-Iranerinnen und -Iraner, die an der Demo in Berlin teilnehmen, würden sagen: "Wir wollen heute unsere Solidarität mit unseren Verwandten im Iran zeigen, die gerade ihr Leben riskieren", so Amiri. Es sei ein Signal der Stärke und der Einheit, das sie ausstrahlen wollten.

Amiri: Hoffnung auf Sanktionen, die Machtelite im Iran treffen

 

Ihrer Einschätzung nach sei der Protest außerhalb des Irans hilfreich für die Protestierenden vor Ort. Denn dieser bringe Aufmerksamkeit und generiere Druck auf die Politik. Die Hoffnung der Menschen sei, dass dadurch Sanktionen auferlegt würden, die "die Machtelite wirklich schmerzen und treffen".