Symbolbild: Globales Medizinkonzept
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Interview - World Health Summit: Gesundheit globaler denken

Beim World Health Summit 2022 haben sich Experten und Regierungsvertreter ausgetauscht über alle aktuellen Themen der Weltgesundheit ausgetauscht. Zum Abschluss fordert Gipfel-Präsident Axel Pries, gloabler zu denken: Nationale Antworten auf globale Krisen seien nicht hilfreich.

Am Dienstag geht in Berlin der Weltgesundheitsgipfel - das weltgrößte Treffen zu diesem Thema - zu Ende. Mit dabei waren etwa 6000 Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Auch das Programm war entsprechend vielfältig: Pandemie-Vorsorge, ein gerechteres Gesundheitssystem und die Folgen des Klimawandels für die Gesundheit zum Beispiel. Eine der Forderungen des Gipfels war die nach einer neuen globalen Architektur für Gesundheit. Also: Was muss sich global ändern?

"Nationale Antworten auf globale Krisen sind nicht hilfreich"

Professor Axel Pries, Präsident des Weltgesundheitsgipfels und Dekan der Berliner Charité, sagt: Wir brauchen eine stärkere globale Vernetzung durch die WHO. Das habe das Beispiel der Corona-Pandemie gezeigt, bei der die Maßnahmen sehr fragmentiert und lokal gewesen seien: "Nationale Antworten auf eine globale Krise sind einfach nicht sehr hilfreich."

Lokale Stärken abgestimmt einsetzen

Gleichzeitig müsse aber auch die Ketten der Erzeugung bestimmter Dinge regionaler aufziehen, sagt Pries: "Man muss sich auf seine lokalen Stärken besinnen – aber die muss man in einem gemeinsamen Konzert der Nationen dann richtig einsetzen und […] abgestimmt sich überlegen, wie man mit dieser Krise dann umgehen kann."

Gleiches gelte natürlich auch für die Klimakrise – und die werde noch stärkere Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben, als man sich das ausmalen könne, so der Mediziner.