Symbolbild: Parteitag der Grünen
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Interview - Grüne Büning: AKW-Laufzeit-Verlängerung ist kurzfristige Lösung

Angesichts der Energiekrise debattieren die Grünen auf einem Parteitag über die von Wirtschaftsminister Robert Habeck vorgeschlagene Verlängerung der Laufzeit von zwei Atomkraftwerken um mehr als drei Monate. Für die politische Geschäftsführerin Emily Büning ist das eine sinnvolle, aber kurzfristige Lösung.

Die Grünen treffen sich von diesem Freitag an in Bonn zu einer dreitägigen Bundesdelegiertenversammlung. Themen sind unter anderem die Energie-, Friedens- und Sicherheitspolitik, die soziale Sicherheit sowie die Klimapolitik. Angesichts der Energiekrise debattieren die Grünen über die von Wirtschaftsminister Robert Habeck vorgeschlagene Verlängerung der Laufzeit von zwei süddeutschen Atomkraftwerken um mehr als drei Monate.

Büning: Keine Notwendigkeit, die AKW bis zum Sommer betriebsbereit zu halten

 

Die politische Bundesgeschäftsführerin der Grünen Emily Büning sprach von einem sinnvollen Vorschlag. Es gebe aber keine Notwendigkeit, die Atomkraftwerke bis zum Sommer nächsten Jahres betriebsbereit zu halten, wie es etwa die FDP fordert.

Russisches Gas weitgehend ersetzt im kommenden Jahr

 

Sie rechne mit einer Mehrheit für den Vorschlag, die AKW bis zum Frühling betriebsbereit zu halten - aber nur bis dahin, so Büning. "Nächstes Jahr im Sommer stellt sich die Lage wieder ganz anders dar." Bis dahin habe man das russische Gas in großen Teilen ersetzen können. Insofern stelle sich nicht die Frage, ob man dann Atomkraftwerke überhaupt noch brauche.