Eine Jahresrechnung über den Energieverbrauch eines Haushaltes für Strom, Gas und Wasser.
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Interview - Ungerecht und spät - Klöckner kritisiert Hilfspaket der Regierung

Erhöhung des Wohngeldes, Heizkostenzuschuss, Energiepreispauschale: Damit will die Bundesregierung den Bürgerinnen durch die Energiekrise helfen. Julia Klöckner von der CDU kritisiert die Pläne als ungerecht und übers Knie gebrochen.

Julia Klöckner, wirtschaftspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, hat die Entlastungsmaßnahmen der Ampel-Koalition als ungerecht kritisiert. Für sie arbeite die Regierung nach dem Gießkannen-Prinzip: "300 Euro für alle, statt […] denen, die es wirklich brauchen, 1000 Euro zu geben. […] Es ist nicht jeder Rentner bedürftig, es ist auch nicht jeder andere bedürftig. Ganz offen gesagt muss hier eine Passgenauigkeit kommen."

Hat die Regierung zu spät reagiert?

Das Argument von Wirtschaftsminister Habeck, es sei jetzt auf Schnelligkeit angekommen, lässt die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin nicht gelten: "Es ist die Frage, wann man mit seiner Schnelligkeit beginnt. […] Wir haben ja nicht von heute auf morgen diese Entwicklung im Blick. Am 24. Februar hat der Angriffskrieg Putins begonnen und von da an war es sehr klar, was mit den Energiepreisen geschieht."

Streit innerhalb der Regierung gehe zu Lasten aller


Auch für den Streit innerhalb der Regierung um längere Laufzeiten für AKWs kritisiert Klöckner: "Dieses ständige Abwarten, Hinauszögern und dann das auch nur halbherzig machen, hilft den Bürgern und im Übrigen auch den Unternehmen […] gar nichts. Das Streiten, das Zaudern und Zögern geht zu Lasten aller gerade."