Der Regler für die Temperatureinstellung an einer Gastherme für Heizung und warmes Wasser in einem Haushalt.
dpa
Bild: dpa Download (mp3, 7 MB)

Interview - Berliner Aktionswoche: Wie kann man einfach Energie sparen?

Mit der Aktionswoche "Berlin spart Energie" will der Senat einen praxisnahen Beitrag dafür leisten, dass die Stadt ihre Klimaziele erreicht. Energieberater Frank Seidlitz sagt: Die größte Stellschraube ist und bleibt die Heizung.

"Berlin spart Energie" - so heißt eine Kampagne des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms – unterstützt von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Diesen Montag startet deren jährliche Aktionswoche – die elfte ihrer Art – könnte derzeit wohl nicht aktueller sein. Bei den Energiepreisen derzeit ist der Anreiz, Energie zu sparen für viele existenziell.

Aber wie macht man das nun am besten? Frank Seidlitz ist unter anderem beratender Ingenieur für Bauwesen und Energieberater bei der Verbraucherzentrale Berlin. Er beziffert den Anteil der Heizenergie am Gesamten Bedarf eines Haushaltes bei etwa 70 Prozent – und hier könne man eine Menge sparen, wenn man bereit sei, den Temperaturregler ein wenig runterzudrehen:

Pro Grad sechs Prozent Energie sparen

"Man kann sagen: Pro Grad, dass sie runterregeln, haben sie in etwa die Möglichkeit, sechs Prozent Energie einzusparen." Auch auf hohe Vorlauftemperaturen sollte man laut Seidler verzichten, auch wenn die Heizung dadurch ein bisschen länger brauche, um anzufahren.

Beim Strom gelte die alte Weisheit: Geräte und Ladekabel aus der Steckdose ziehen, wenn sie gerade nicht benutzt werden, spart Strom: "Das ist eine Maßnahme, da haben sie tatsächlich eine Reduzierung des Stromverbrauchs an dieser Stelle, durch die sie überhaupt keine Komfort-Einsparung haben."