Das RWE Braunkohlekraftwerk Neurath, bei Grevenbroich
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Interview - Energieexperte nennt vorzeitigen RWE-Kohleausstieg "klug"

Der Energiekonzern RWE steigt bereits 2030 aus der Kohleverstromung aus - statt wie zuvor geplant 2038. Bald werde sich sich der Betrieb von Kohlekraftwerken ohnehin nicht mehr lohnen, sagt Manuel Frondel, Bereichsleiter „Umwelt und Ressourcen“ beim Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).

RWE verzichte mit dem vorzeitigem Kohleausstieg kaum auf hohe Gewinne, weil die CO2-Zertifikatspreise bereits stark gestiegen seien. „Das macht natürlich die Braunkohleverstromung relativ teuer. Und sie lohnt sich aktuell nur bei den sehr hohen Strompreisen.“

Frondel: RWE investiert in Erneuerbare Energien

 

Aktuell rentiere sich die Kohleverstromung für jeden Kohlekraftwerksbetreiber, so Frondel. „Wegen der Gaskrise macht natürlich jeder Stromversorger, der nicht gerade mit Gas seinen Strom erzeugt, große Gewinne.“ Davon profitierten auch die Versorger, die mit Erneuerbaren Energien Strom produzieren.

RWE investiere bereits „massiv“ in Anlagen für Erneuerbarer Energien, nicht erst seit Beginn der Energiekrise. Aktuell brauche es aber auch Flüssiggas, weil andere Quellen von Gas derzeit nicht verfügbar seien, insbesondere kostengünstige Quellen wie einst das Gas aus Russland.

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