PCK steht am Eingang der Ölraffinerie in Schwedt (Bild: dpa / Annette Riedl)
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Interview - Gewerkschaft IGBCE: Zufrieden mit Hilfen für PCK Schwedt

Die Bundesregierung hat den russischen Betreiber der PCK-Raffinerie in Schwedt unter Treuhandverwaltung gestellt - und Hilfen für die Raffinerie angekündigt. Es sei gut, dass es eine klare Zusage für die Beschäftigten gibt, sagt Rolf Erler, Bezirksleiter für Berlin und Brandenburg der Gewerkschaft IGBCE.

Erler lobte die Entscheidung der Bundesregierung, Rosneft Deutschland unter eine Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur zu stellen. Der Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) sagte, es sei eine der wichtigsten Forderungen der Gewerkschaft gewesen, dass die Menschen künftig weder ihren Job verlieren noch schlechter bezahlt werden.

Mit der Treuhandverwaltung kann unter anderem die PCK-Raffinerie in Schwedt unabhängig von russischem Pipeline-Öl agieren.

Deutschland will Ende des Jahres kein Öl aus Russland mehr beziehen. Daher bemüht sich die Bundesregierung, eine Alternativ-Versorgung per Tanker über die Häfen Rostock und Danzig zu organisieren. Eine Rohölversorgung über Polen ist nur ohne russische Beteiligung an der PCK-Raffinerie möglich, das hatte die polnische Regierung zur Bedingung gemacht.

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Schilder mit der Aufschrift "Rosneft-Deutschland" sind am Briefkasten der Rosneft-Deutschland-Zentrale in der Behrenstraße angebracht.
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Interview - Kellner (Grüne): "Heute ist ein guter Tag für Schwedt"

Das russische Unternehmen Rosneft ist Mehrheitseigner der PCK-Raffinerie in Schwedt (Oder). Da es nicht bereit war, auf russisches Öl zu verzichten, stellt die Bundesregierung Rosneft Deutschland für ein halbes Jahr unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur. "Damit sichern wir die Existenz und die Versorgungssicherheit in der Region und für Ostdeutschland", sagt Staatssekretär Michael Kellner (Grüne).