Xi Jinping (r), Präsident von China, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, schütteln sich die Hände
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Interview - Putin trifft Xi: China will dennoch westliche Sanktionen nicht unterlaufen

Chinas Staatspräsident Xi Jinping trifft Russlands Präsidenten Wladimir Putin - erstmals seit dem Angriff auf die Ukraine. China sehe seine Chance auf dem russischen Markt, wolle aber dennoch eine wirtschaftliche Auseinandersetzung mit dem Westen vermeiden, meint Tim Rühlig von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Erstmals seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine wollen die Präsidenten Russlands und Chinas , Wladimir Putin und Xi Jinping, zusammentreffen. Beide nehmen am Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) teil. Am Gipfel nehmen auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Irans Präsident Ebrahim Raisi und Indiens Premierminister Narendra Modi teil.

Skepsis gegenüber dem Westen bei SCO

 

Die Teilnehmerländer vereine eine Skepsis gegenüber dem Westen, sagt Tim Rühlig von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Das sei auch Gründungsanstoß der SCO gewesen.

"Wie können wir mit Russland Handel treiben ohne die westlichen Sanktionen offen zu unterlaufen?"

 

In dem Krieg mit der Ukraine gibt China Putin bislang Rückendeckung und stellt die USA und die Nato als Hauptschuldige dar. China versuche dennoch wirtschaftliche Auseinandersetzung mit dem Westen zu vermeiden, meint Rühlig. Man scheine sich kontinuierlich zu fragen: "Wie können wir mit Russland Handel treiben ohne die westlichen Sanktionen offen zu unterlaufen?" China könne aktuell Konsumgüter einfacher auf russischem Markt platzieren und günstig Energie einkaufen - und nutze das auch gern.