Brandenburg Dahlewitz: In der Montagehalle von Rolls-Roycesteht bei einer Feier zum 25jährigen Bestehen das Triebwerk Trent XWB für den Airbus (Bild: picture alliance)
picture alliance
Bild: picture alliance Download (mp3, 10 MB)

Interview - Energiekrise: Unternehmensverbände fordern schnelle Hilfen

Am Dienstag treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zum Deutschen Arbeitnehmertag in Berlin. Angesichts der hohen Energiekosten brauche es schnelle Lösungen, um Insolvenzen und den Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern, sagt Christian Amsinck, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg.

Die Maßnahmen, die die Bundesregierung bisher zur Entlastung beschlossen haben, reichten für Unternehmen nicht aus, sagt Amsinck. "Angesichts der drohenden Insolvenzwelle brauchen wir Lösungen für jetzt." Die Wirtschaft brauche Planungssicherheit für den Winter.

Amsinck: Kein Mittelständler darf verloren gehen

 

Insbesondere müsse so viel Strom produziert werden wie möglich, um die hohen Preise abzufedern. Dafür müssten auch alle funktionierenden Atomkraftwerke und Kohlkraftwerke ans Netz, so Amsinck. Auch die geplante Deckelung auf Gas- und Strompreise der EU müsse möglichst schnell kommen. "Und wir brauchen natürlich auch einen Entlastungsschirm, direkte Hilfen für die Unternehmen – kein Mittelständler darf hier verlorengehen, nur weil er zu hohe Energiepreise nicht mehr schultern kann", sagt Amsinck.

Der Staat habe noch diverse Möglichkeiten, um den Unternehmen zu helfen. "Wir können die Stromsteuer senken, das ist alles mit EU-Recht vereinbar, wir können die Mehrwertsteuer auf Strom und Kraftstoffe senken", sagt Amsinck. Die Politik müsse hier noch einmal nachschärfen.