Begrünte Haltestelle
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Interview - Gesucht: Die klimaangepasste Stadt

Hitze in Großstädten kann man oft nur schwer entgehen. Die Landschaftsökologin Nadja Kabisch macht sich darüber Gedanken, wie man Städte klimagerecht und nachhaltig entwickeln kann. Sie empfiehlt, Ideen bei Neubauten wie etwa Begrünungen mit Pflanzen direkt mitzudenken.

Zu smarten, einfachen, aber auch umsetzbaren Lösungen möchte Nadja Kabisch ermuntern, ob nun bei Neubaumaßnahmen oder bei bestehenden Häusern.
Die grün-blaue Infrastruktur sollte immer Teil der Planung sein, sagt Kabisch, die Professorin für Digitale Landschaftsökologie an der Leibniz Universität Hannover ist. Beispiele gibt es im urbanen Raum viele: Stadtparks, Straßenbäume, begrünte Hinterhöfe, Dachbegrünung oder auch Wasserelemente. Weiterdenken heißt auch, dass vor allem Bäume gepflanzt werden, die mit Trockenperioden zurechtkommen, aber auch Starkniederschläge oder einen Frosttag aushalten.

Berlin als Schwammstadt

Wie das im Einklang mit fehlendem Wohnraum in einer Stadt wie Berlin umgesetzt werden kann, auch dafür gibt es ein Konzept. Die sogenannte Schwammstadt folgt dem Prinzip der wassersensiblen Stadtentwicklung. Dabei wird laut Kabisch versucht, das Wasser wie bei einem Schwamm in der Stadt zu halten. Regenwasser werde mit Hilfe von Mulden, Gründächern und Teichen gespeichert, so dass es in Trockenperioden zur Kühlung und Bewässerung zur Verfügung steht.

An diesem Montag treffen sich in Potsdam die zuständigen Ministerinnen und Minister der G7-Länder, um über nachhaltige Stadtplanung zu beraten.