Ein herzförmiger Ballon mit einem Foto der Queen schwebt zwischen tausenden Blumen am Buckingham Palast.
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Interview - Kommunalpolitiker: Briten müssen sich erst an "God save the King" gewöhnen

Auch die neue Woche steht in Großbritannien im Zeichen der Trauer um die Queen. In Edinburgh wird es eine Trauerprozession sowie einen Dankesgottesdienst geben. An den König Charles III. müssten sich viele Menschen erst gewöhnen, sagt der britische Politikwissenschaftler Ed Turner.

Für Ed Turner, Politikwissenschaftler an der Universität von Birmingham und Kommunalpolitiker für Labour in Oxford, stehen die Britinnen und Briten nach dem Tod von Queen Elizabeth II. vor einer Zeit des Umbruchs. Zunächst seien die ersten Reaktionen geschockt und sehr emotional gesesen, sagt Turner. Nun habe sich das ein wenig gedreht. Die Trauer bleibe, aber auch das Bewusstsein wie stark die Queen das Land zusammen gehalten habe.

Weniger "Engagement bei strittigen politischen Themen" von König Charles III.

 

Viele Menschen müssten sich nun erst einmal daran gewöhnen, "God save the King" zu singen, meint Turner mit Blick auf den neuen König Charles III. Turners Meinung nach müsse er sich als König mehr aus politischen Debatten heraushalten und vorsichtig sein. Was nicht gehe, sei "Engagement bei strittigen politischen Themen".

Sarg mit Queen Elizabeth II. in Schottland

 

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. können zu Beginn der Woche die Schottinnen und Schotten Abschied von Ihrer Majestät nehmen. Nach der Überführung ihres Sarges vom Landsitz Balmoral nach Edinburgh soll der Leichnam in einer Trauerprozession durch die Stadt gefahren werden. Dann nehmen König Charles III., seine Frau Königin Camilla und andere Royals an einem Dankgottesdienst teil.

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