König Charles III. am Flughafen in Aberdeen auf dem Weg nach London (Bild: dpa / Aaron Chown)
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Interview - Adelsexpertin von Schmettow: Charles III. steht vor einer immensen Aufgabe

Elizabeth II. hat die britische Monarchie geprägt wie keine vor ihr. Nach dem Tod der Queen muss ihr Sohn Charles in die riesigen Fußstapfen seiner Mutter treten. ARD-Adelsexpertin Leontine von Schmettow sieht einen gut vorbereiteten neuen König, der auch politisch neue Akzente setzen wird.

70 Jahre lang prägte Queen Elizabeth II. die britische Monarchie. Mit ihrem Tod am Donnerstag geht eine bisher unerreichte Ära zu Ende. Nun muss ihr Sohn als König Charles III. in die riesigen Fußstapfen seiner Mutter treten. Damit steht der Thronfolger vor einer immensen Herausforderung, glaubt ARD-Adelsexpertin Leontine von Schmettow.

Die Fußstapfen der Queen seien übergroß, erklärt von Schmettow. "Sie hatte natürlich auch siebzig Jahre Zeit, den Respekt und die Zuneigung ihres Volkes zu gewinnen." Allerdings habe auch ihr Sohn Charles lange Zeit gehabt, sich auf die Aufgabe der Thronfolge einzustellen. "Ich glaube, dass er ein gut vorbereiteter Thronfolger sein wird, der versuchen wird, neue Akzente zu setzen."

Neuer politischer Wind im Buckingham Palace?

 

So werde Charles III. die Ausgaben der Königsfamilie in den Blick nehmen und den finanziellen Gürtel noch enger schnallen, prognostiziert die Adelsexpertin. "Und er wird ein meinungsstarker König sein." Während die Queen politisch immer neutral geblieben sei, werde Charles ach zukünftig seine Themen wie etwa den Klimaschutz weiter lautstark vertreten.

Man dürfe aber auch nicht vergessen, dass Charles gerade seine Mutter verloren hat, erklärt von Schmettow. "Er hat ja erstmal selbst seine Trauer zu verarbeiten und muss seine Mutter in Würde verabschieden." Danach die britische Bevölkerung und auch die anderen Länder des Commonwealth hinter sich zu vereinen, sei wirklich eine schwierige Aufgabe für den König.