Queen Elizabeth in einem rosafarbenen Kostüm mit Hut im Oktober 2020.
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Interview - Tod einer Ikone: Queen Elizabeth II. ist gestorben

Queen Elizabeth II. ist am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Sie hatte kürzlich noch ihr 70. Thronjubiläum gefeiert und war die am längsten regierende Monarchin in Großbritannien. Der Adelsexperte Thomas Kielinger sieht in ihr eine Ikone. Die Briten würden lange brauchen, um zu begreifen: Sie ist nicht mehr da.

Queen Elizabeth II. von England ist tot. Im Alter von 96 Jahren starb die britische Königin am Donnerstag. Für den Adelsexperten Thomas Kielinger ist es das Ende einer Ikone: "Diese Frau ist etwas Einmaliges und es wird eine Weile brauchen, bis die Briten begreifen: Sie ist nicht mehr da."

Was die Queen ausgezeichnet hat, sind für Kielinger in erster Linie Stabilität und Kontinuität. Eine ihrer einzigen wirklichen Schwächen sei die Unfähigkeit gewesen, mit ihren Kindern über deren Probleme zu sprechen.

Charles als Nachfolger bestens vorbereitet

Auch wenn die Queen politisch neutral sein sollte, so sei doch immer wieder durch Indiskretionen bekannt geworden, für wen Elizabeth Sympathien hegte und für wen nicht. So berichtet der Experte beispielsweise davon, dass die Königin "not amused" gewesen sei, weil des damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt seine Zigaretten auf königlichem Porzellan ausgedrückt habe.

Nun folgt also Elizabeths Sohn Charles im Alter von 73 Jahren. Spekulationen, wonach der Thron direkt an den deutlich beliebteren Enkel William gehen könnte, findet Kielinger absurd: "Es geht bei der königlichen Nachfolge nicht um Beliebtheit." Außerdem sei Charles besser vorbereitet auf die Amtsübernahme als irgendjemand vor ihm.