Symbolbild: Gasspeicher in Frankenthal
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Interview - Energiekrise: Beer (FDP) fordert europäische Strompreisbremse

An diesem Freitag wollen sich die EU-Energieministerinnen und -minister treffen, um Pläne gegen die hohen Energiepreise zu entwickeln. Nicola Beer (FDP), Vizepräsidentin des EU-Parlaments, fordert eine Strompreisbremse auf EU-Ebene.

Die Energieminister der EU-Staaten beraten am Freitag in Brüssel über die steigenden Strompreise. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Nicola Beer (FDP), fordert schnelle Maßnahmen auf EU-Ebene. Sie spricht sich unter anderem für eine Strompreisbremse aus.

"Es geht um ein Notfallinstrument, in einer limitierten Zeit, wo der Markt aufgrund der äußeren Einflüsse durch den aggressiven Angriffskrieg Putins in der Ukraine aus dem Tritt geraten ist, um letztendlich die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, auf die Gesellschaft abzufedern."

Beer offen für zeitlich befristete Gewinnabschöpfung

Die FDP-Politikerin zeigt sich auch offen für den Vorschlag der EU-Kommission zu einer vorübergehenden Gewinnabschöpfung bei Energieunternehmen. Das könne aber nicht die einzige Maßnahme sein, so Beer.

 

"Wir müssen das in einem Paket sehen, weil, das kümmert sich um die aktuelle Preislage. Gleichzeitig müssen wir insgesamt, auch im Verbund Europas, die Produktion von Energie hochfahren und auch unsere Lieferketten in Sachen Energie diversifizieren. Das bedeutet also Import aus anderen Regionen und dabei aber bitte nicht wieder neu abhängig machen - egal von wem."

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Interview - Energieexperte: Eingreifen der Politik ist gerechtfertigt

Die Energieministerinnen und -minister der EU schmieden an diesem Freitag Pläne gegen die explodierenden Preise. Die EU-Kommission hat dazu fünf Vorschläge gemacht. In der aktuellen Situation sei es wichtig, dass die Politik eingreife, sagt Wirtschaftswissenschaftler Georg Zachmann.