Ein Braunkohlekraftwerk mit einem Strommast.
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Interview - Energiekrise: DIHK fordert direkte Hilfen für die Wirtschaft

Die steigenden Energiepreise belasten viele Industriebetriebe. Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks fordert, dass die Hilfen nicht mehr nur auf einige Branchen begrenzt, sondern auf die gesamte Wirtschaft ausgedehnt werden müssen.

16 Prozent der Unternehmen müssen ihre Produktion drosseln, warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Dercks fordert deshalb mehr Fokus auf die Wirtschaft in der Debatte um Entlastungen. Viele Unternehmen warteten schon lange auf Unterstützung.

Dercks: Ohne Produktion weniger Beschäftigung

 

Laut dem stellvertretenden DIHK-Geschäftsführer braucht es vor allem Direktzahlungen für Unternehmen. Bisher könnten nur einzelne Branchen Hilfen beantragen. "Aber inzwischen ist nicht nur die Energiepreisexplosion in der Industrie in der Breite angekommen, sondern in der Wirtschaft insgesamt", sagt Dercks. Andernfalls müssten viele Betriebe ihre Produktion herunterfahren oder gar ganz einstellen.

Es sei nachvollziehbar, dass im Moment viel Aufmerksamkeit auf Entlastungen für Privathaushalte liege. In den nächsten Monaten müsse aber auch die Wirtschaft berücksichtigt werden. "Denn ohne Produktion gibt es eben auch weniger Beschäftigung, und das wird tatsächlich die Herausforderung des Winters auch werden", sagt Dercks.

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