Archivbild: Chinesische Panzer rollen über das Übungsgelände "Tsugol", etwa 250 Kilometer südöstlich der Stadt Tschita in Ostsibirien.
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Interview - Außenpolitiker Lindner: China mit "Manöver Wostok" an Russlands Seite

Mehr als 50 000 Soldaten werden sich in dieser Woche an einem geplanten russischen Militärmanöver namens "Wostok 2022" beteiligen. China ist auch dabei und demonstriere damit klar, an wessen Seite Peking in Zeiten des Ukraine-Krieges stehe, meint Tobias Lindner (Grüne), Staatssekretär im Auswärtigen Amt.

Bei der russischen Militärübung "Wostok 2022" ("Osten 2022") sollen 5000 Waffen und militärische Ausrüstung zum Einsatz kommen sowie 140 Flugzeuge und 60 Kriegsschiffe und andere Boote. Beteiligen wollen sich von Donnerstag an Belarus, Tadschikistan, die Mongolei, Indien und China.

China kein Vermittler im Ukraine-Krieg

 

Für den Grünen-Bundestagsabgeordneter und Staatsminister im Außenministerium Tobias Lindner signalisiert etwa China damit klar, an wessen Seite das Land in Zeiten des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stehe. China falle mit einer möglichen "Vermittlerrolle" aus, wenn Peking keine Distanz zum russischen Vorgehen einnehme.

Russisches Manöver zur "Selbstverteidigung"

 

Russland spreche bei seinem Manöver von Selbstverteidigung, so Lindner. Doch auch wenn dies eigentlich regelmäßige Übungen seien, könne uns ein solches Manöver politisch in diesen Zeiten "natürlich nicht kalt lassen".