Ein positiver Schnelltest liegt auf einem Handy, auf dem in der Corona-Warn-App ein positiver PCR-Test angezeigt wird. Unter dem Handy liegt eine FFP2-Maske. (Bild: picture alliance/dpa/Bodo Marks)
picture alliance/dpa/Bodo Marks
Bild: picture alliance/dpa/Bodo Marks Download (mp3, 8 MB)

Interview - Union wünscht sich bessere Corona-Daten zu Infektionstreibern

Das Bundeskabinett hat Corona-Schutzmaßnahmen für die kalte Jahreszeit beschlossen. Aus Sicht des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion Tino Sorge mangelt es an Vorgaben, wann die Maßnahmen greifen sollen - und dafür brauche es eine bessere Datenlage.

Nachdem das Kabinett eine Maskenpflicht etwa in Fernzügen und Krankenhäusern auf den Weg gebracht hat, spricht sich der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion Tino Sorge für die Sammlung von mehr Daten aus.

Bei Testung weitere Daten abfragen

 

"Wir brauchen viel stärkere Daten: Wo sind eigentlich Infektionstreiber?", so Sorge. Bei einer Testung könne man etwa auch anonymisiert abfragen, woher die Person komme - und so herausfinden, ob es eine Häufung etwa im Gastronomie- und Hotelgewerbe gebe. Es sei ein "Trauerspiel", dass solche Daten nicht erhoben werden.

Die Länder müssten entscheiden, welche Maßnahmen gelten, erklärt Sorge. Aber die Vorgaben müssten vom Bund kommen, fordert er. Auch dafür sei eine bessere Daten-Grundlage nötig.

Hintergrund

Kabinett beschließt neue Corona-Regeln

Die Bundesregierung hat sich am Mittwoch auf neue Corona-Schutzregeln geeinigt.

Ab Oktober soll es demnach nur noch wenige bundeseinheitliche Regelungen geben. Dazu gehört eine FFP2-Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen sowie in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Die Länder bekommen die Möglichkeit, bei einer angespannten Corona-Lage weitere Maßnahmen anzuordnen, etwa eine Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Davon soll es aber in der Gastronomie oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen in jedem Fall Ausnahmen geben, wenn ein negativer Test vorgezeigt wird.

Optional können sich die Länder entscheiden, auch frisch Geimpfte und frisch Genesene von der Maskenpflicht zu befreien.

Auch auf rbb24inforadio.de

Reisende stehen mit FFP2-Maske am U-Bahnhof Brandenburger Tor und warten auf die einfahrende Bahn in Berlin (Bild: picture alliance/ dpa)
picture alliance/ dpa

Interview - Intensivmediziner: Corona-Maßnahmen sind ein guter Kompromiss

Das Kabinett hat am Mittwoch neue Corona-Maßnahmen für Herbst und Winter beschlossen. Intensivmediziner Christian Karagiannidis begrüßt diese und betont, dass druch einen hohen Immunsisierungsgrad in dieser kalten Jahreszeit andere Grundvoraussetzungen vorherrschen als zuletzt.