Symbolbild Uneinigkeit in der Ampel Koalition
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Interview - Audretsch (Grüne): Realität statt steuerpolitische Glaubenssätze

Der Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch hat erneut Entlastungen für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen gefordert. Von Finanzminister Lindner (FDP) fordert er Maßnahmen, die sich an der Realität und nicht an steuerpolitische Glaubenssätze orientieren.

Die Debatte über die Steuerpläne von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) geht auch innerhalb der Ampelkoalition weiter. Der Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch betont, Lindner habe dabei zu sehr die hohen Einkommen im Blick.

Man sei in Deutschland in einer sehr schwierigen Lage: "Wir haben die Situation, dass wir von Wladimir Putin mit Hilfe von Gaspreisen angegriffen werden. Er möchte unsere Gesellschaft destabilisieren. So groß ist die Herausforderung – und so grundlegend und so groß muss die Antwort sein."

"Der Statt muss jetzt in die Vollen gehen"

Dafür, so Audretsch, müsse die Regierung die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, in der Grundsicherung und mit kleinen Renten entlasten. "Das muss das Ziel sein, dafür muss Geld zur Verfügung gestellt werden, da muss der Staat jetzt in die Vollen gehen."

Man müsse und werde eine gemeinsame Lösung finden, diese müsse sich in seinen Augen aber "an der Realität und nicht an steuerpolitischen Glaubenssätzen orientieren, sondern an dem was wir da draußen sehen. Und da sehen wir die Probleme bei den kleinen und mittleren Einkommen. Und diesen Anspruch, sich so mit der Realität zu befassen, den habe ich auch an den Bundesfinanzminister."