Hummeln stehen im Fokus des NABU-Insektenzählens
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Interview - Naturschutzbund ruft zum Insektenzählen auf

Kann es sein, dass es in diesem Jahr weniger Mücken gibt? Dafür mehr Wespen? Der Naturschutzbund Deutschland NABU ruft ab Freitag dazu auf, eine Stunde lang in Gärten, Parks, auf Balkons und im Wald Insekten zu zählen. Laut Projektleiterin Daniela Franzisi stehen dieses Jahr die Hummeln im Fokus.

Daniela Franzisi ist erfreut, dass bereits in Berlin und Brandenburg fleißig Insekten gezählt würden. In diesem Jahr legen die Naturschützer einen Fokus auf die Ackerhummel, die Erdhummel und die Steinhummel. Eine besondere Aufgabe ist dabei für die Beobachter, die Hummeln am Hintern zu erkennen, "weil da kann man schon mal schauen, dass die unterschiedlich aussehen, wenn die in der Blüte drinstecken", sagt Daniela Franzisi.

Hummeln sind spannend

 

Die Wahl auf die Hummeln fiel auch deshalb, weil es sich um wichtige Bestäuber handelt. "Der Vorteil bei denen ist zum Beispiel, dass sie die Blumen auch bestäuben, wenn es schon etwas windiger oder wenn es noch nicht ganz so warm ist. (...) Das sind sehr spannende Insekten", so die NABU-Expertin. Doch die Hummeln seien, wie auch die Wildbienen und die Tagfalter, in Deutschland sehr bedroht.

Artenkenntnis vertiefen

 

Die Aktion des Insektenzählens wurde 2018 ins Leben gerufen. Es handelt sich bereits um die fünfte Ausgabe. Es gehe darum, Artenkenntnis zu schaffen, schildert Franzisi, ebenso ein Bewusstsein für die bedrohte Lage vieler Insekten. Auch wolle der NABU damit Daten sammeln, um Trends bei den Insekten zu erkennen.