Rauch steigt über dem Brand im Grunewald auf (Bild: dpa / Kay Nietfeld)
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Interview - Leiter der Berliner Forsten: "Wir wissen noch nicht genau, wo der Wald brennt"

Seit dem frühen Donnerstagmorgen brennt es im Berliner Grunewald. Ursache dafür soll eine Explosion auf einem Sprengplatz der Polizei sein. Laut dem Leiter der Berliner Forsten, Gunnar Heyne, gestalten sich die Löscharbeiten aufgrund der Gefahr weiterer Explosionen besonders schwierig.

Nach einer Explosion auf einem Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald am frühen Donnerstagmorgen ist ein Waldbrand ausgebrochen. Inzwischen haben die Löscharbeiten im Grunewald begonnen. Aufgrund der Gefahr möglicher weiterer Explosionen gestalten sich diese aber besonders schwierig, sagt Gunnar Heyne, der Leiter des Berliner Forstamts.

Weil die Feuerwehr aufgrund der Explosionsgefahr nicht direkt an die Brandorte herankomme, wisse man immer noch nicht genau, wo der Wald brenne, erklärt der Forstamtsleiter. Bei der Explosion am Donnerstagmorgen soll laut Heyne weitere Munition im Wald verteilt worden sein. "Die liegt jetzt da und das vermengt mit einem Feuer, das jetzt im Wald brennt, das ist äußerst gefährlich." Deswegen komme die Feuerwehr aktuell noch nicht näher an den Brand heran.

Schaden des Waldbrands noch nicht absehbar

 

Wie groß der Schaden im Grunewald sein wird, sei aktuell noch nicht abzuschätzen, so Heyne. "Im Moment wird von 150 Hektar gesprochen." Diese Zahl erscheint dem Leiter der Berliner Forsten aber etwas hoch. Man habe das Glück, dass die Zusammensetzung des Waldes im Grunewald etwas anders sei als etwa in Brandenburg. "Wir haben da zwar auch Kiefer, aber mit sehr viel Laubholz im Unterstand und frischeren Böden, sodass sich das Feuer, ich hoffe es zumindest, nicht so schnell ausbreitet."

Noch sei das Feuer aber völlig unkontrolliert, da die Feuerwehr bisher nur außerhalb des 1000 Meter großen Sperrradius um den Explosionsort herum mit den Löscharbeiten beginnen konnte, erklärt der Forstamtleiter. "An diesen im Durchmesser 2000 Meter großen Kreis kann keiner ran." Wie es zu der Explosion kommen konnte, dazu hat auch Heyne noch keinerlei näheren Informationen. Eigentlich könne es sich dabei aber nur um einen unvorhergesehenen Unfall handeln. "Bisher ist das noch nie vorgekommen“, sagt der Leiter der Berliner Forsten.