9-Euro-Ticket für den Monat Juli vor einer Reihe Kartenautomaten
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Interview - Gelbhaar (Grüne) zu 9-Euro-Ticket: "Wir brauchen eine Nachfolge-Lösung"

Seit zwei Monaten gibt es das 9-Euro-Ticket. Die Nachfrage ist nach wie vor enorm. Doch Ende August läuft das deutschlandweite Angebot für den Nah- und Regionalverkehr aus. Für die Zeit danach wollen sich die Grünen für ein weiterhin bundesweit gültiges Ticket einsetzen, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stefan Gelbhaar.

Die Grünen fordern eine Anschlusslösung, wenn das 9-Euro-Ticket Ende August ausläuft. Stefan Gelbhaar sagt, viele Leute nähmen das Ticket an. Man würde einen "Drive" verschenken, wenn die Aktion im September ende. Deshalb brauche es eine Nachfolge-Lösung.

Widerstand beim Koalitionspartner FDP

 

Gelbhaar fordert Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) auf, sich mit Ländern und Kommunen an einen Tisch zu setzen und eine entsprechende Lösung zu finden. Außerdem müsse dieser Druck auf Finanzminister Christian Lindner (FDP) machen, damit es eine Nachfolgeregelung geben könne. Lindner hatte zuletzt am Wochenende eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets abgelehnt, weil es nicht finanzierbar sei.

Von den bisherigen Vorschlägen für einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets zeigt sich Gelbhaar nicht besonders überzeugt. Ein 29-Euro-Ticket wäre für den Bundeshaushalt eine Herausforderung, sagt er. Ein 69-Euro-Ticket hält er nicht für attraktiv genug für die Fahrgäste. Einen eigenen Vorschlag nennt Gelbhaar nicht. "Wichtig ist, dass wir ein bundesweit gültiges Ticket uns erhalten." Die Grünen-Bundestagsfraktion habe eine Studie in Auftrag gegeben, die noch im August Erkenntnisse zur Finanzierung eines solchen Tickets liefern soll.

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