Eine Gasflamme brennt vor schwarzem Hintergrund
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Interview - Lötzsch: "Gas-Umlage ist für viele ein großer Schock"

Auf Gas-Kunden kommen ab Oktober wohl zusätzliche Kosten durch eine Umlage zu - zur Entlastung der Unternehmen. Bundeskanzler Scholz hat angekündigt, dass arme Haushalte unterstützt werden. Linken-Fraktionsvize Gesine Lötzsch fordert einen Gaspreisdeckel und "Entlastungen für Normalverdiener".

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen) erhöhe mit der Umlage die Kosten für die Menschen, sagt Lötzsch. Es brauche stattdessen aber eine Höchstgrenze für Gaspreise. Man sehe, dass es in anderen Ländern wie beispielsweise in Frankreich, Spanien oder Portugal auch anders gehe. "Darum fordern wir als Linke einen Gaspreisdeckel", so die Fraktionsvize der Linken.

Was man darüber hinaus brauche, seien wirksame Entlastungen für Geringverdiener aber auch für Normalverdiener. "Viele Menschen haben ja überhaupt nicht die Möglichkeit ihren Gasverbrauch wirklich zu beeinflussen - [...] außer, dass sie die Heizung ganz runterdrehen", betont Lötzsch. "Darum fordern wir, dass es einen Ausgleich gibt, der diese steigenden Energiekosten abfedert, ausgleicht. Aber die Politik von Habeck und Co geht ja aktuell in eine ganz andere Richtung."

Mit Blick auf die hohen Gewinne der großen Energiekonzerne fordert die Linke eine Übergewinnsteuer wie es sie zum Beispiel in Italien gibt. "Dass diejenigen, die in jeder Krise wirklich profitieren, dass die auch für das Allgemeinwesen etwas beitragen", sagt Lötzsch.

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