Falkenberg: Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand.
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Interview - Waldbrand in Elbe-Elster: "Wetterprognosen jetzt günstiger"

Nach Ausbruch des Waldbrands im Süden Brandenburgs am Montag gibt es auch am Mittwoch noch keine Entwarnung. Es gebe aber durchaus Abschnitte, in denen die Situation mittlerweile entspannter sei, sagt Torsten Hoffgaard, Sprecher vom Landkreis Elbe-Elster. Auch die Wetterprognose mache optimistisch.

Der Einsatz konzentriere sich am Mittwoch auf den Abschnitt Süd, sagt Kreissprecher Torsten Hoffgaard. Dort sei es in der Nacht zu einem Aufleben der Flammen gekommen. In diesem Gebiet unterstütze am Mittwoch auch die Bundeswehr.

Waldbrand in Elbe-Elster: Günstigere Wetterprognosen

 

Die Einsatzkräfte würden aber optimistisch in den Tag schauen, "weil die Wetterprognosen jetzt günstiger sind, als wir die in den vergangenen Tagen hatten, wo uns der Wind sehr zu schaffen gemacht hat", sagt der Sprecher des Landkreises Elbe-Elster. Theoretisch könnte bei schlechterer Wetterlage das Feuer aber wieder aufflammen. "Deshalb versuchen jetzt die Einsatzkräfte, Schneisen zu schlagen, um Barrieren zu haben, die es dem Brand schwerer machen." So solle das Feuer in einem überschaubareren Territorium gehalten werden.

Hoffgaard: Munitionsbelastung flößt Feuerwehrleuten Respekt ein

 

In den vergangenen Tagen hätten vor allem der Wind und anfangs die extreme Hitze die Situation im Landkreis Elbe-Elster sehr unberechenbar gemacht. Unterschwellig sei auch die Munitionsbelastung in dem betroffenen Gebiet erschwerend hinzugekommen. Die Kampfmittel hätten zwar keine ernsten Probleme bereitet, aber: "Das flößt den Feuerwehrleuten natürlich Respekt ein. Es ist klar, dass man dann nicht so zu Werke gehen kann, wie man das vielleicht in unbelasteten Flächen machen kann."

Der Einsatz wird nach Einschätzung von Hoffgaard noch längere Zeit dauern. "Das zieht sich dann, wenn die Öffentlichkeit vielleicht schon nicht mehr so draufschaut, immer noch Tage danach hin und belastet dann auch die Einsatzkräfte erheblich, die dann immer noch dort tätig sind."