Ein Flugzeug fliegt am Himmel.
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Interview - Reiseverband: Deutsche machen wieder Urlaub wie vor Corona

Die Deutschen zieht es nach mehr als zwei Corona-Jahren mit strengen Reisebeschränkungen verstärkt in den Urlaub. Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbands, sagt, dass die Nachfrage in diesem Jahr wie früher sei: "Die Menschen fliegen wieder dorthin, wo sie vor der Pandemie hingeflogen sind."

Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem die deutschen Nord- und Ostseeküsten einen großen Ansturm von Urlaubern erlebt haben, seien jetzt wieder Länder wie Spanien, Griechenland und die Türkei im Fokus der Reisenden, so Norbert Fiebig. Laut dem Präsidenten des Deutschen Reiseverbands haben auch Urlaubsziele wie Kroatien, Portugal und Ägypten wieder deutlich an Boden gewonnen: "Sie freuen sich wieder der alten Nachfrage der Kunden."

Das aktuelle Chaos an den Flughäfen sei "im höchsten Maße unerfreulich", so Fiebig. Dennoch würden nicht mehr - wie zur Zeit der Reisebeschränkungen - die Deutschen lieber mit dem Auto verreisen. Die Reisewirtschaft arbeite mit allen Beteiligten daran, die Auswirkungen der Situation an den Flughäfen möglichst gering zu halten. Gründe für das Chaos seien fehlendes Personal und ein hoher Krankenstand.

Reiserverband: Urlauber achten mehr auf Nachhaltigkeit

 

Verbandspräsident Fiebig beobachtet außerdem, dass mittlerweile mehr Urlauber auf Nachhaltigkeit achten würden. "Sie kompensieren deutlich stärker, als das früher der Fall war, ihre Flüge." Gleichzeitig würden sich die Deutschen im Urlaub etwas mehr gönnen. Der durchschnittliche Reisepreis sei gestiegen und die Aufenthaltsdauer habe sich etwas verlängert, so der Präsident des Deutschen Reiseverbands.

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