Außenministerin Annalena Baerbock
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Interview - Baerbock: "Haben erlebt, dass Sicherheit auch bei uns gefährdet ist"

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock macht auf ihrer zehntägigen Deutschlandreise Station in Berlin. Die Grünen-Politikerin diskutiert über eine nationale Sicherheitsstrategie. Zur Bedeutung des Austauschs sagt sie, dass der russische Angriffskrieg auf die Ukraine auf brutale Weise gezeigt habe, dass die Sicherheit auch bei uns gefährdet sei.

Sicherheit sei nicht nur etwas, das in fernen Ländern passiere, sagt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne). Deshalb sei es für sie entscheidend, immer wieder mit den Menschen zu besprechen, was ihnen für ihre Sicherheit wichtig sei. "Am Ende ist Sicherheit ja auch etwas ganz Subjektives", sagt Baerbock.

Außenministerin Baerbock: Krieg darf nicht zu sozialer Spaltung bei uns führen

 

Auf ihrer Deutschlandreise, die sie am Mittwoch auch nach Berlin führt, erlebe sie ganz viel Solidarität mit der Ukraine. Gleichzeitig würden sich die Menschen Sorgen machen um die Auswirkungen des Krieges hierzulande. Außenministerin Baerbock betont: "Wir müssen als Bundesregierung dafür sorgen, dass am Ende Russlands Krieg nicht zu einer sozialen Spaltung bei uns führt."

Zur aktuellen Energieversorgung sagt sie, bei der Stromversorgung sei Deutschland sehr gut abgesichert. Beim Gas sei die Situation aber anders: "Es werden verschiedene Szenarien vorbereitet, wenn das Gas noch weiter zurückgeht, wie wir sicherstellen können, dass alle Menschen versorgt werden", sagt die Grünen-Politikerin. Es sei wichtig, vorbereitet zu sein. Sie hoffe aber, dass der schlimmste Fall nicht eintrete.

Nationale Sicherheitsstrategie: Baerbock will viele Menschen beteiligen

 

Für die nationale Sicherheitsstrategie will Baerbock zunächst definieren, was unsere Sicherheit gefährde. Zum einen müsse sichergestellt sein, dass wir vor Krieg und Gewalt geschützt seien. Außerdem sei es wichtig, die Demokratie gegen Missbrauch abzusichern. Schließlich sei für die Sicherheit der Zukunft auch entscheidend, dass wir die Klimakrise in den Griff bekämen. An der nationalen Sicherheitsstrategie sollen viele Menschen beteiligt werden, verspricht die Außenministerin. Ende des Jahres solle sie vorliegen.