Der Chef der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber
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Interview - EVP-Chef Weber zur Versorgung: Brauchen Solidarität in der EU

Die Europäische Kommission stellt am Mittwoch ihren Gas-Notfallplan für den Winter vor. Manfred Weber, Chef der EVP-Fraktion, fordert bei der Energieversorgung Unterstützung zwischen den Mitgliedstaaten. Sollte es wirklich eng werden, könne die EU den Winter nur überstehen, wenn die Länder soldarisch seien, so der CSU-Politiker.

Der Chef der Fraktion der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), fordert einen verbindlichen Solidaritätsmechanismus für die Gasversorgung in Europa. Wenn es im Winter wirklich eng werden würde, brauche es verbindliche Vereinbarungen, wie sich die EU-Staaten gegenseitig unterstützten. "Dann darf es nicht zu nationalem Egoismus kommen", sagt Weber.

Die Gasspeicher müssten in der EU gemeinsam bewirtschaftet werden. Die Mitgliedstaaten müssten im Binnenmarkt denken. "Es ist in unserem Gesamtinteresse, dass wir jetzt gemeinsame Lösungen finden."

EVP-Chef Weber: "Putin wird Gas als Waffe einsetzen"

 

Weber rechnet nicht damit. dass Russland ab Donnerstag wieder Gas über die Pipeline Nord Stream 1 liefern wird. "Wenn Putin bereit ist, Krieg zu führen, dann wird er auch Gas als Waffe einsetzen." Angesichts dessen begrüßt der CSU-Politiker den Notfallplan der EU-Kommission. Es sei richtig, dass man darin vor allem auf Einsparungen setze. Man müsse aber auch neue Quellen erschließen.