Die Sonne geht hinter dem Berliner Fernsehturm unter (Bild: dpa / Paul Zinken)
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Interview - Vor der Hitzewelle: "Der Klimawandel hat seine Finger im Spiel"

In der kommenden Woche sollen die Temperaturen in Deutschland mancherorts bis an die 40°C-Marke steigen. Die Zunahme solcher Hitzewellen sei ein klares Anzeichen für den Klimawandel, sagt Tobias Fuchs vom Deutschen Wetterdienst, und die Temperaturen werden noch weiter steigen.

Noch sind die Temperaturen in Berlin und Brandenburg fast etwas kühl für Mitte Juli. In der kommenden Woche steht ganz Deutschland dann aber die nächste Hitzewelle bevor. Für Berlin und Brandenburg werden Temperaturen bis 35°C erwartet. Noch heißer soll es im Süden und Südwesten werden, sagt Tobias Fuchs vom Deutschen Wetterdienst.

Am Dienstag werden in weiten Teilen der Südhälfte Deutschlands bis zu 38°C erwartet. "In einzelnen Fällen kann es auch in Richtung 40°C gehen", so der Meteorologe. Nach einem kurzen Hitzehöhepunkt am Dienstag und Mittwoch soll es sich ab Donnerstag dann aber wieder etwas abkühlen.

Bessere Vorbereitung auf Hitzewellen

 

"Man kann nie sagen: Das war der Klimawandel. Aber der Klimawandel hat natürlich seine Finger im Spiel", erklärt Fuchs. So habe es etwa bei den heißen Tagen in Deutschland mit Temperaturen über 30°C seit den 1950er Jahren eine Verdreifachung gegeben und auch Hitzewellen seien inzwischen ein jährliches Phänomen.

Mittlerweile sei man in Deutschland aber besser auf solche extremen Temperaturen vorbereitet. Einerseits gebe es seit 2005 ein Hitzewarnsystem, so der Meteorologe. Andererseits würden die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes auch direkt an die am stärksten betroffen Stellen wie Gesundheitsämter und Pflegedienste weitergeleitet, um insbesondere ältere Menschen besser vor den Folgen extremer Hitze schützen zu können.