Reihen von kleinen USA-Flaggen während des Memorial Day (Bild: picture alliance / ZUMAPRESS.com)
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Interview - Beyer (CDU) zu Bidens Nahost-Reise: USA suchen Verbündete in der Region

Der US-amerikanische Präsident Joe Biden reist in den Nahen Osten. Der USA-Experte Peter Beyer (CDU) sagt, der Einfluss von China und Russland überlagere Bidens Reise. Im Nahen Osten suche er Verbündete.

Für Joe Biden ist es die erste Reise in die Region seit seinem Amtsantritt. "Der Nahe und Mittlere Osten war in den ersten anderthalb Jahren sicher nicht eine seiner Top-Prioritäten", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Transatlantikkoordinator der Bundesregierung Peter Beyer. Jetzt sei er angesichts der veränderten Weltlage aber schon fast gezwungen, in die Region zu reisen.

Biden besucht erst Israel und Palästina, anschließend Saudi-Arabien. Überall werde die Bedrohung durch den Iran Thema sein, sagt Beyer. Die Aussage des Pentagon, der Iran würde planen, Russland im Ukraine-Krieg mit Drohnen zu unterstützen, verschärfe die Gemengelage noch einmal ganz erheblich.

Beyer (CDU): Europäer müssen sich einbringen

 

Biden suche deshalb in der Region Verbündete, um eine Front gegen einen Einfluss von Russland und China aufzubauen. "Ich kann den Europäern nur raten, sich hier einzubringen." Es sei eine ganz entscheidende geopolitische Aufgabe, sich zu positionieren.